Wärmeanwendungen mit Fango bzw. Naturschlamm
Physiotherapie Seidler

Kurzinformation – Was ist eine Fango-Behandlung?

Fango kommt aus dem Italienischen und meint soviel wie „(heilender) Schlamm“. Beim Fango im ursprünglichen Sinne handelt es sich um einen Mineralschlamm vulkanischen Ursprungs, der durch monatelange, sogenannte „Reifung“ seine besondere Qualität erreicht. In Deutschland wird, nicht zuletzt aus hygienischen Gründen, auf diesen Reifungsprozess verzichtet.

Bei Fango- bzw. Naturschlamm-Anwendungen können vulkanische Schlämme aber auch Moore und Schlämme (sog. Peloide) aus speziellen Regionen Europas Verwendung finden.

Info: Aus Kostengründen werden häufig Paraffin-Fangopackungen verwendet. Ausgangsstoff hierzu ist ein Paraffinwachs, welcher mit einem natürlichen Peloid, Fango oder Moor, versetzt wurde. Diese Packungen sind gerade bei häufiger Anwendung kostengünstiger, da sie mehrfach verwendbar sind.

In unserer Praxis verwenden wir Einmal-Naturmoor-Packungen ohne Paraffinzusatz. Die Packungen stammen aus der Kurbadregion Karlsbad in Tschechien. Sie erhalten bei jeder Behandlung eine neue, verschweißte Packung.

Die Heilwirkung in Kombination mit Massagen und Bewegungstherapie ist wissenschaftlich belegt.

Anwendungsgebiete für Fango

  • Hexenschuss, Ischias, Rücken-, Schulter- und Nackenschmerzen
  • Muskelverspannungen, insbesondere in den Bereichen Rücken und Knie.
  • Störungen der Durchblutung und des Stoffwechsels.
  • Bindegewebs- und Muskelrheumatismus
  • Chronisch rheumatische Gelenkerkrankungen
  • Verkrampfungen
  • Prellungen und Verstauchungen
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Muskelverhärtung

Wie wirkt eine Fangobehandlung?

  • Förderung der Durchblutung
  • Linderung von Schmerzen
  • Entspannung der Muskulatur
  • Lockerung des Bindegewebes

Wie „funktioniert“ die Fango-Anwendung?

In unserer Praxis verwenden wir Einmal-Naturmoor-Packungen ohne Paraffinzusatz. Die Packungen stammen aus der Kurbadregion Karlsbad in Tschechien. Sie erhalten bei jeder Behandlung eine neue, verschweißte Packung.

Vor der Anwendung werden die fertigen Packungen auf die erkrankten Bereiche des Körpers aufgetragen. Die Packungen selbst haben Raumtemperatur und können auf Nachfrage gern auf Körpertemperatur angewärmt werden.

Durch Auflegen eines zusätzlichen, auf ca. 55-65 Grad erhitzten Wärmeträgers wird Wärme langsam an die Fangopackung abgegeben und diese erwärmt. Zusätzlich wird der Körper zwecks optimaler Wärmespeicherung mit Handtüchern und Wolldecken eingehüllt. Die Anwendungsdauer beträgt mindestens 20 Minuten, wobei die Wärme des Fangos in das tief liegende Gewebe eindringen kann und dieses somit lang anhaltend und wirkungsvoll erwärmt.

Man spricht von feuchter Wärme, weil der mineralische Schlamm durch seinen Wasseranteil wirksame mineralische Bestandteile und feuchte Wärme an die Haut des Patienten abgibt.

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